Solidarität mit iranischen Filmemacher*innen

Solidarität mit iranischen Filmemacher*innen Am 8. Juli 2022 wurden zwei iranische Filmemacher, Mostafa Al-Ahmad und Mohammad Rasoulof, im Iran in ihren Wohnungen festgenommen und im berüchtigte Evin Gefängnis in Teheran inhaftiert. Ihnen wird vorgeworfen „Unruhe gestiftet und die psychologische Sicherheit der Gesellschaft gestört“ zu haben. Tatsächlich gehörten die beiden Regisseure zu einem Kreis von über 70 ihrer Kolleg*innen, die einen Aufruf unterzeichneten, der die Sicherheitskräfte dazu aufforderte, die Waffen niederzulegen und keine weitere Gewalt gegen Protestierende auszuüben. Seit Wochen demonstrieren Menschen in allen Teilen des Landes gegen Korruption und Misswirtschaft. Am 11. Juli wurde schließlich auch ihr Kollege Jafar Panahi festgenommen, als er sich bei der Staatsanwaltschaft nach dem Stand der Ermittlungen gegen Al-Ahmad und Rasoulof erkundigen wollte. Sowohl Rasoulof wie auch Panahi haben sich in ihren Filmen immer wieder mit den repressiven Zuständen im Iran auseinandergesetzt und waren seit Jahren selbst Opfer staatlicher Repressionen. Sie wurden zu Arbeitsverboten und Hausarresten, Geld- und Gefängnisstrafen verurteilt – und haben trotzdem immer weiter Filme realisiert, die das Regime mal mehr, mal weniger explizit herausfordern. Aus Anlass ihrer neuerlichen Verhaftung zeigen wir den Juli über MANUSCRIPTS DON’T BURN von Mohammad Rasoulof, der 2013 in Cannes uraufgeführt wurde, und Jafar Panahis TAXI TEHERAN, für den er 2015 den Goldenen Bären auf der Berlinale gewann und unterstützen die Aufrufe zu ihrer sofortigen Freilassung sowie der aller anderen inhaftierten Künstler*innen im Iran.