duvarın yıkılması

Migrantische Perspektiven auf den Mauerfall

Am 9. November 1989 „fiel“ die Mauer in Berlin, das Ende der DDR wurde eingeläutet. Dreieinhalb Jahre später schaffte der Bundestags mit einer „Asylkompromiss“ genannten Grundgesetzänderung das Grundrecht auf Asyl im wiedervereinigten Deutschland de facto ab. Dazwischen lagen drei Jahre, die geprägt waren von rassistischen Pogromen und Morden in ganz Deutschland. Eine Sache hatte sich aber über die ganze Zeit nicht gewandelt: Die türkischen (präziser: die türkischen und kurdischen) Communities stellten vor wie nach der Wende die größte Minderheit in Deutschland dar. Und doch hatten sich in den direkten Nachwendejahren ihre Lebensrealitäten stark verändert. Während die weiß-deutsche Mehrheitsgesellschaft als wiedervereinigte Fußball-Weltmeister*innen mit neuem nationalem Selbstbewusstsein auf die internationale Bühne drängte, wurden die meisten (post-)migrantischen Communities immer stärker durch mediale und politische Diskurse bedrängt, rassistisch geframed und gewalttätig angegriffen. Anlass genug, 32 Jahre nach dem Mauerfall die Perspektiven der migrantischen Communities auf diese Zeit in den Blick zu nehmen und zwei Filme aus dem visuellen Archiv dieser Jahre zu heben: Can Candans „Duvarlar – Mauern -Walls“ und „Germany: The Other Story“ von Mogniss H. Abdallah und Ken Fero.